Renate Rusche-Staudinger
Bassklarinette

Meisterkurse

Ein wesentliches Ziel ihrer Meisterkurse „Die klassische Bassklarinette“ ist die Kultivierung der Tonqualität. Ihrer Meinung nach kann und muss die Dichte des Tons, seine unmittelbare Intensität, die registerbedingten Klangunterschiede ausgleichen und damit zum homogenen, nahtlosen Legato beitragen. Die oft diskutierten Unterschiede des deutschen Oehler- und des französischen Boehmsystems treten dabei in den Hintergrund.

Aus der Sololiteratur sind folgende zwei Werke fest im Kursprogramm installiert, da sie der klassischen Ausrichtung ihrer Meisterkurse besonders entsprechen: Der 2. Satz aus dem 2. Klarinettenkonzert von Louis Spohr (traditionell als „Pflichtstück“ bei Bassklarinettenprobespielen üblich) sowie die Sonate für Bassklarinette solo von Harald Genzmer. Erklärtes Ziel ist hier das gemeinsame Entwickeln einer in allen Bereichen individuellen und stimmigen Interpretation.

Auf welche Weise die großen Solopassagen aus der Opern- und Sinfonischen Literatur phantasievoll und schlüssig gestaltet werden können, ist ein weiteres wichtiges Kursthema. Natürlich werden auch die berühmten „Probespielstellen“ erarbeitet. Renate Rusche-Staudinger betrachtet diese allerdings niemals isoliert von jedwedem Zusammenhang: “Ob auf der Bühne geküsst oder gemordet wird, sollte Einfluss auf jedes unserer Soli haben!“ Auch im Konzertrepertoire offenbart der musikalische Kontext seine ureigene Stimmung, die im Solo getroffen werden will. „Im Endeffekt kommt es darauf an, flexibel und virtuos pendeln zu können im ewigen Wechselspiel zwischen selbstbewusstem Hervorheben und demütigem Ein- und Unterordnen der Orchesterstimmen.“

Hinweis: Die Kursgebühren können teilweise von der GVL erstattet werden. (Schriftlich beantragen bei: GVL.de).